Tut mein Therapeut mir gut?

Das Begleitbuch für die Psychotherapie
Kreuz-Verlag, Stuttgart, 2003, 240 Seiten.

ße Nachfrage nach dem Buch hat zu einer Neuauflage als Paperback geführt und ist im Internet über Amazon erhältlich für 17,90 €

Dieser neuartige "Ratgeber" fördert das Selbstvertrauen der Patienten in der Beziehung zu ihrem Therapeuten.

Auf verständliche und nachvollziehbare Weise habe ich dargelegt, welches aus meiner Sicht die wichtigsten Bestandteile für eine vertrauensvolle therapeutische Beziehung und für eine erfolgreiche Therapie sind. Es werden einige der häufigsten Fehler von Psychotherapeuten, aber auch von Patienten beschrieben, und ich erkläre, wie Patienten sie erkennen und sich davor schützen können.

Es wird dargelegt, wie Therapieprobleme innerhalb einer Therapie aufgelöst werden können und wann eine Therapie besser abgebrochen werden sollte. Bei sehr vielen Patienten besteht eine erhebliche Unsicherheit über die eigene Rolle in der Therapie, die Beziehungsgestaltung zum Therapeuten und über ihre Möglichkeiten, sich kritisch zu dem Therapieverlauf zu äußern. Gerade diese Aspekte sind aber entscheidend für einen Therapieerfolg, unabhängig von der therapeutischen Richtung.

Ich möchte die Patienten ermutigen zu einem offenen Dialog mit dem Therapeuten und zum gemeinsamen transparenten Suchen nach der Lösung des Problems, das den Patienten in die Therapie geführt hat. Es werden die wichtigsten Wirkmechanismen von Psychotherapie patientenorientiert erläutert.

Ich habe einen Sprachstil gewählt, der sich an meiner langjährigen und intensiven Erfahrung im Kontakt mit Psychotherapiepatienten orientiert.

Zielgruppe

Das Buch richtet sich an Menschen, die sich mit einer Psychotherapie auseinander setzen. Besonders interessant ist der Ratgeber für die Gruppe von Menschen, die in einer Psychotherapie unsicher, unzufrieden waren oder noch sind oder sogar von Therapeuten psychisch verletzt wurden, sowie für diejenigen, die einerseits eine Psychotherapie machen möchten, andererseits sich aber einem Therapeuten nicht "ausliefern" wollen, weil sie selbst schon negative Erfahrungen gesammelt haben oder von schlechten Behandlungen gehört haben. Der Ratgeber ist aber auch interessant für alle, die sich mit Psychotherapie beschäftigen, insbesondere auch für Therapeuten. Wenn ein Therapeut Wert auf eine ehrliche und vertrauensvolle therapeutische Beziehung legt und mit Kritik von Patienten gut umgeht, kann er das Buch seinen Patienten/Klienten auch zur Unterstützung der Therapie empfehlen.

Besonderes Merkmal des Buches

Gescheiterte und den Patienten belastende Psychotherapien interpretieren Therapeuten meist als Problem der Patienten. Dies geben viele auch dem Patienten offen oder indirekt zu verstehen: Er habe sich nicht hinreichend bemüht, zu wenig Motivation gehabt oder aber er sei für die Therapie zu gestört, was die Patienten erheblich zusätzlich belastet. Ohne den Patienten aus der Verantwortung für seine Therapie zu entlassen, deckt das Buch sorgfältig und gründlich auch die Schwächen von Therapeuten auf. Ich halte es für außerordentlich wichtig, dass Therapeuten sich auch mit ihren Schwächen auseinander setzen. Und Schwächen und blinde Flecken hat jeder Therapeut - schließlich sind wir auch nur Menschen. Deshalb können alle Therapeuten, auch die seriösen und gut ausgebildeten, und damit auch ihre Patienten in schwierige und sogar destruktive Therapiesituationen geraten.

Gute Psychotherapie ermöglicht ein Lernen und Problemlösen in der lebendigen Beziehung zwischen Patient und Therapeut, in der auch mögliche Spannungen zwischen beiden nicht ausgeblendet werden. Mein Buch zielt auf die Verbesserung des Selbstwahrnehmung und die Stärkung der Selbstsicherheit des Patienten im Therapieprozess und in der therapeutischen Beziehung und ermutigt den Patienten zu sinnvollen Veränderungsprozessen in der Therapie. Hierüber gibt es bisher keine für Patienten geschriebenen Informationen.

Ich würde mich freuen, wenn mein Buch die nach meiner Auffassung überfällige kritische Diskussion über die therapeutische Beziehung beschleunigt. Den von vielen Psychotherapeuten offen oder indirekt vertretenen nicht mehr zeitgemäßen autoritären Sichtweisen nach dem Motto "Der Therapeut weiß besser als der Patient, wo es langgeht" wird der Boden entzogen. Patient und Therapeut müssen gemeinsam die Therapie gestalten. Das Buch ist auch ein Stück Verbraucherschutz: Der aufgeklärte Patient als "Verbraucher" erwirbt Kenntnisse zur Unterscheidung von guten und schlechten "Produkten", von guten und schlechten therapeutischen Maßnahmen innerhalb einer Psychotherapie.

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