Die therapeutische Beziehung

Viel entscheidender für einen guten Therapieverlauf als die Theorien des Therapeuten ist nach meiner Überzeugung eine gute Beziehung zwischen Patient und Therapeut. Wenn es gelingt, offen und ehrlich miteinander umzugehen und sich auch der Kritik des Therapiepartners zu stellen, dann bestehen die besten Chancen, dass die Therapie dem Patienten hilft. Dieses Thema habe ich für Patienten ausführlich in meinem Buch "Tut mein Therapeut mir gut?" dargestellt.

Eine kritische Reflexion der Therapeutenrolle habe ich in meinem Vortrag "Die blinden Flecke der Therapeuten" dargelegt. Es geht darum, dass der Therapeut in der Therapiekrise die Verantwortung übernimmt und nicht dem Patienten offen oder unterschwellig die Schuld für Therapieschwierigkeiten oder das Scheitern einer Therapie zuschiebt. Dies ist nach meiner Überzeugung ein zentrales Merkmal einer qualitativ hochwertigen Psychotherapie.

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