Sexualität

Die Sexualität ist eine bedeutende Energie im Leben der Menschen und in den zwischenmenschlichen Beziehungen. Es ist die Energie, aus der neues Leben entsteht. Sie hat, wie wir alle wissen, weit über den Zeugungsakt hinaus Einfluss auf unser Denken und Fühlen. Die Vorstellungen von Sexualität, die individuell und in unserer Kultur vorhanden sind und vermittelt werden, bereiten den Menschen häufig große Probleme. In weiten Bereichen existiert eine verwirrende Doppelmoral: Einerseits wird die Sexualität als irgendwie schmutzig angesehen, andererseits wird unterschwellig vermittelt, dass im freien Ausleben der Sexualität das Glück zu finden ist. Viele Menschen entwickeln im Zusammenhang mit sexuellen Problemen schwerwiegende psychische Störungen. Besonders belastend wird es, wenn Sexualität mit Gewalt gekoppelt ist, in erster Linie natürlich für die missbrauchten und vergewaltigten Frauen und Männer. In Partnerschaften treten vielfältige sexuelle Probleme auf. Sehr oft wird das gemeinsame sexuelle Erleben beeinträchtigt oder gar verhindert durch negative Einstellungen zum Sex oder durch Ausnutzen sexueller Bedürfnisse zu anderen Zwecken, vor allem aber durch ein gestörtes Verständnis von Beziehung mit rücksichtslosen Erwartungen an den Partner.

Sexualtherapie

Ich habe eine Zusatzausbildung als Sexualtherapeut absolviert und gehe auch in den Therapiegesprächen auf die Sexualität ein, wenn es mir notwendig erscheint. Auch bei diesem Thema berücksichtige ich, worüber der Patient oder die Patientin sprechen möchte. Ich dränge niemandem ein Thema auf, auch nicht die Sexualität. Allerdings habe ich die Erfahrung gemacht, dass die Patienten in der Regel erleichtert sind, wenn sie merken, dass ich unkompliziert und direkt darüber spreche. Ich vertrete keine Norm, wie Sex zu funktionieren hat, sondern ich versuche die Patienten darin zu unterstützen, ihre Sexualität in ihr Leben zu integrieren. Oft geht es darum, die Sexualität (wieder) genießen zu können. Wenn dies nicht möglich oder gewünscht wird, z.B. aufgrund von Krankheit oder schlimmen Vorerfahrungen, kann auch ein Akzeptieren dieser Situation und ein Abbau der Unzufriedenheit Therapieziel sein. Je nach individueller Problemsituation bin ich auch bereit, den Partner/die Partnerin bei der Behandlung von sexuellen Problemen einzubeziehen.

Die Sexualität selbst ist meistens nicht das eigentliche Problem, auch wenn es beklagt wird. Sondern hinter den sexuellen Problemen verbergen sich oft tiefe Beziehungsprobleme, die nur als ein verdrehtes Verhältnis zur Sexualität erscheinen.

Aus diesem Verständnis heraus behandele ich auch pädophile Patienten, wenn sie bereit sind, sich mit ihren gestörten Beziehungsvorstellungen und den Folgen für die Kinder, auch wenn keine Gewalt im Spiel war, auseinander zu setzen.

Weitere Informationen

Pädophilie (PDF, 35 kB)

nach oben