Unbewusste Ursachen der Depression

Aussichtslose Sehnsucht nach elterlicher Liebe

Viele Menschen sehnen sich in ihrem Inneren zutiefst nach Geborgenheit und Liebe von ihren Eltern und haben das Gefühl, dass sie das nicht oder nicht ausreichend in der Kindheit erhalten haben. Manchmal bleibt diese Sehnsucht ein ganzes Leben lang bestehen, ohne dass es der Person bewusst wird. Der Umgang der Eltern mit dem Kind hat damals so weh getan, dass sie nie wieder daran denken möchten und vor diesen Erinnerungen unbewusst flüchten. Stattdessen reden sie sich ein, dass die Eltern nur gut waren, aber sie als Kind selbst schuld waren, wie sie behandelt wurden, eine häufige Quelle von lebenslangen Schuldgefühlen. Und wenn klar wird, dass diese Sehnsucht nach elterlicher Liebe nicht mehr erfüllt wird, weil die Eltern zu alt, krank oder gar gestorben sind, können Depressionen entstehen. Dass sie ihre Sehnsucht aufgeben müssen, ist ein Verlust in ihrer inneren Gedanken- und Gefühlswelt. Dies halten sie nicht aus, womöglich wollen oder können sie sich auch gar nicht mit dem Problem auseinandersetzen, es bleibt unbewusst. Das Ergebnis eines solchen Prozesses können Depressionen sein, wobei die Betroffenen eine solche Depression als „unbegründet“ erleben.

Früher wurden solche Depressionen, deren Ursache nicht offensichtlich war, als "endogen" bezeichnet. Heute wird von der Pharmaindustrie immer wieder auf einen gestörten Hirnstoffwechsel verwiesen, der durch Psychopharmaka wieder in Ordnung gebracht wird.

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