Die Schwerpunkte meiner Arbeit in der BGW

Da die Bedeutung psychologischer Faktoren und psychischer Belastungen im Arbeitsleben erheblich zugenommen hat und seit der Reform des Sozialgesetzbuches die Berufsgenossenschaften auch für diese Fragen im Rahmen der Prävention arbeitsbedingter Gesundheitsgefahren zuständig sind, konnte ich meine fachliche Kompetenz als Diplom-Psychologe im Interesse der Versicherten vielfältig einbringen:

Die BGW hat in den 90er Jahren einen Bereich "Psychologie" mit Planstellen in der Abteilung "Grundlagen der Prävention" eingerichtet. Ich habe Wert darauf gelegt, dass sich dieser Bereich in einer zukunftsweisenden Verknüpfung von Klinischer Psychologie und Arbeits- und Organisationspsychologie aufstellt, um sich auch um die Probleme der Prävention und Rehabilitation von Berufskrankheiten und berufsbedingten Erkrankungen zu kümmern zu können. Der Arbeitsbereich "Psychologie" hat sowohl in der Verwaltung als auch in der Selbstverwaltung inzwischen eine hohe Anerkennung gefunden und ist auch ein "Aushängeschild" der BGW.

Psychologische Projekte der BGW

Für folgende Projekte des Bereichs Psychologie habe ich mich besonders engagiert:

Ich habe mich in diesen Jahren meiner ehrenamtlichen Tätigkeit mit Fragen der psychischen Belastungen im Arbeitsleben zunehmend auseinander gesetzt und habe regelmäßig auf dem jährlich stattfindenen Freiburger Symposium für Betriebsärzte im Gesundheitswesen darüber referiert. Ich stelle eine sehr destruktive Entwicklung in vielen Betrieben und Verwaltungen fest, die psychischen Störungen nehmen zu, sicher auch bedingt durch die Verschlechterung der Arbeitsbedingungen. Für die Berufsgenossenschaften gibt es die rechtliche Grundlage, sich auch um arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren zu kümmern, welche die psychischen Belastungen der Mitarbeiter einschließen. Werden die Berufsgenossenschaften bereit sein, auf diese Entwicklungen, insbesondere die Zerstörung der zwischenmenschlichen Beziehungen in den Betrieben konstruktiv zu reagieren?

Öffentlichkeitsarbeit

Ein weiterer Schwerpunkt meiner Arbeit ist die Tätigkeit im Ausschuss für Kommunikation mit Themen zur Sicherheitswerbung und Öffentlichkeitsarbeit, in dem auch weitreichende Kampagnen zur Arbeitssicherheit und zum Gesundheitsschutz entwickelt werden, wie die Frisörkampagne für den Hautschutz von Frisören.

Versichertenfreundliche Bescheide

In der Selbstverwaltung gab es immer wieder Unzufriedenheit darüber, dass wir in den Rentenausschüssen und Widerspruchsstellen Bescheide zu beschließen hatten, die sprachlich für die Versicherten kaum nachvollziehbar waren oder sehr bürokratisch wirkten. Wir haben schließlich eine Arbeitsgruppe zur kontinuierlichen Verbesserung der Bescheidschreibung eingerichtet, in der Vertreter der Verwaltung gemeinsam mit einem Arbeitgebervertreter und mit mir alle Verbesserungsvorschläge aus den Ausschüssen bearbeiten mit dem Ziel einer versichertenfreundlichen Darstellung der Bescheide. Dies ist bei über 20.000 Bescheiden der BGW pro Jahr eine wichtige Verbesserung im Interesse der Versicherten und verbessert auch das Image der BGW.

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